Der Totenkopf – Alles ist vergänglich

15. Mai 2009  
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Patrik Muff

Man sieht sie überall: Totenköpfe, die sogar auf Dirndl prangen – Cora Schmumacher erregte dadurch auf dem Oktoberfest 2008 in München mediales Aufsehen, Totenköpfe, die zarte Finger zieren und an den Dekolletés der Damen baumeln.

Aber ist das wirklich schmückend? Finden Männer das anziehend? Oder macht es umgekehrt Frauen an, wenn an starker Männerhand ein Ring mit Vanitas-Symbol prangt? Man kann geteilter Meinung sein über Schmuckstücke, die von Totenschädeln „geziert” werden, aber man sollte auch wissen, dass hinter der Symbolik mehr steckt als trendige Gothik- oder Metal-Fantasien.

Moderne Schmuckdesigner verwenden in den letzten Jahren verstärkt das Totenkopf-Symbol bzw. das Vanitas-Motiv in ihren Arbeiten. Für Pe Giers beispielsweise sind die Verwendung von Totenkopf und Knochen in ihren Ringen ein Zeichen des Anarchie-Gedankens, im Sinne der Befreiung des Menschen von allen Zwängen. „Carpe diem – Nutze den Tag, genieße das Leben!” – möchte sie dem Träger oder der Trägerin nahe legen. Auch die Überlegung, dass unser Dasein nicht unendlich ist, spielt in ihren Stücken eine bedeutende Rolle. Einer der bekanntesten Träger ihrer Ringe ist Udo Lindenberg. Auch er thematisiert in seinen Liedern immer wieder die Licht- und Schattenseiten des Lebens…

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